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15.03.3021: Enorme Preissteigerungen bei Kunststoff

15.03.2021 16:23:14
Anfang März schossen die Notierungen für sämtliche Werkstoffe im Kunststoffbereich massiv nach oben, befeuert durch Versorgungslücken. Das meldet der Branchendienst KI Kunststoff Information.

Bei den Polyolefinen erreichen die Aufschläge das Doppelte bis Vierfache der Monomerkosten-Veränderung, die in normalen Zeiten mehr oder weniger als Richtschnur für die Preisentwicklung dient. PVC setzt die Aufwärtsentwicklung, die schon seit Juni vergangenen Jahres andauert, mit ungebremster Kraft fort. Besonders eindrücklich sind allerdings die Preissteigerungen bei den Styrolkunststoffen – bei Polystyrol wird die Kostenexplosion des Vorprodukts Styrol (+501 EUR/t) in voller Höhe eingepreist, und bei EPS liegen die Aufschläge auch nur graduell darunter.

Problematisch ist, dass die Verarbeiter die heftigen Granulat-Kostensteigerungen meist nicht zeitnah an ihre Kunden weiterreichen können. Der daraus resultierende Margendruck wird für einige Unternehmen zum existenziellen Problem. Zum einen wegen der Kostenexplosion, zum anderen wegen der schleppenden Beschaffung von Granulaten.  

Besserung ist nach Angabe von KI Web kurzfristig nicht in Sicht. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich die Marktturbulenzen wenigstens bis in den April fortsetzen werden, voraussichtlich sogar deutlich länger.