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Dossier Verpackung


Kapitel 1: Im Shopping-Center
Die Jugendlichen suchen regelmässig Einkaufszentren auf und stehen vor Regalen mit gleichen Produkten und ganz unterschiedlichen Verpackungen. So finden sie Getränke in einer 3dl-Aludose, in einer 5dl-Petflasche, als Sixpack, in einer Flasche mit Pfand. Fleischwaren sind vakuumverpackt oder werden im Offenverkauf angeboten und beim Kaufen portionengerecht eingepackt. Kosmetika- und Confiserie-Artikel locken in äusserst kreativ gestalteten Behältnissen. Beim Rundgang durch das Shopping Center werden die Jugendlichen mit verschiedenen Formen und Materialien konfrontiert, und bei genauerer Betrachtung können auch diverse Funktionen selbständig erkannt werden. Am täglichen Kaufverhalten wird den Jugendlichen die Bedeutung der Verpackung vor Augen gehalten.

Kapitel 2: Lesen Sie die Verpackung oder fragen Sie die Verkäuferin
Verpackungen sind Träger verschiedenster Informationen. Auch Beipackzettel vermitteln - oft gesetzlich verlangt - notwendige Kenntnisse zuhanden der Konsumenten. Die Jugendlichen können anhand verschiedener Verpackungen die Informationsbereiche wie Preis, Gewicht, Material, Herkunftsland etc. zusammenstellen. Gesetzliche Vorschriften müssen eingehalten werden. Was sagen diesbezüglich die Verordnungen? Sachtexte, Gebrauchstexte verstehen ist eine wichtige Anforderung geworden, um eigenverantwortlich handeln zu können. Im Rahmen des Deutschunterrichts müssen solche Fähigkeiten eingeübt werden.

Kapitel 3: Alles Pet oder Glas oder was
Waren es früher Weissblechbüchsen und Glasbehälter, haben heute andere Materialien den Verpackungsmarkt erobert. Neben der Funktionaliät spielen auch ökologische und ökonomische Fragen eine Rolle bei der Entscheidung für das eine oder andere Material. Vor- und Nachteile können einander gegenübergestellt werden. Daneben sollen auch andere Verpackungsmaterialien vorgestellt werden. (Bsp.: Papier, Karton, Wellkarton, Alu, Kunststoff, Holz, Chinaschilf...).

Kapitel 4: An der Sammelstelle
Mit der Einführung der verbrauchsabhängigen Kehrichtgebühr wurde die Diskussion um getrennte Entsorgung von Verpackungen lanciert. Grosse Verkaufszentren bieten gleich beim Ausgang Sammelstellen für Verpackungen an und übernehmen die Entsorgung/Verwertung. In dieser Unterrichtseinheit sollen Recycling oder Entsorgung von Verpackungsmaterialien im Vordergrund stehen und nicht die Abfallentsorgung generell.

Kapitel 5: Vom Abfall leben
Unternehmungen leben von der Herstellung und Entsorgung von Verpackungen. Einige Firmen haben sich spezialisiert auf das Herstellen von Verpackungen, andere auf das Einsammeln und Wiederverwerten von Abfall. Dabei sollen Verpackungsmaterialien im Vordergrund stehen (Papier/Karton, Styropor, Pet, Glas, Alu, Stahlblech) und nicht der Müll an sich. Es soll aufgezeigt werden, wo in der Schweiz Firmen für Verpackungen/Entsorgungen existieren.

Kapitel 6: Unterwegs mit der Verpackung
Wenn die Konsumenten der Verpackung im Laden begegnen, hat sie bereits einige wichtige Stationen durchlaufen: Von der Idee zur Realisierung - Herstellung - Abfüllen/Verpacken - Transport - Verkauf und Recycling/Entsorgung. Es geht also um den «life cycle» einer Verpackung. Dabei sollen die beteiligten Firmen und die jeweilige Funktionaliät besprochen, die verschiedenen Phasen einer Verpackung aufgezeigt werden.

Kapitel 7: Jedem Volk seine eigene Verpackung
Was für Schweizer Verhältnisse gut und wünschenswert ist, gilt in einem andern Kulturkreis als untauglich. Ziel ist es, aus unterschiedlichen Ländern Verpackungen einander gegenüberzustellen und nach den Hintergründen zu fragen, warum von Volk zu Volk andere Gesichtspunkte berücksichtigt werden müssen..

Kapitel 8: Früher war es anders
Als die meisten Menschen das meiste selbst herstellten oder im nächsten Umfeld besorgten, war die Verpackung vernachlässigbar. Veränderungen bei den Kaufgewohnheiten und den Ansprüchen (hygienischer/ästhetischer Art) führten zu andern Verpackungen. Es lohnt sich nur schon die Verpackungsgewohnheiten der Grosseltern mit denen der heutigen Generation zu vergleichen. Gleichzeitig soll darauf hingewiesen werden, dass bei uns in der Schweiz früher viele Güter verdarben, weil die geeignete Verpackung fehlte, und dass viele Entwicklungsländer heute noch die gleichen Probleme haben wie wir früher.

Kapitel 9: Voll im Trend
Heute genügt es nicht mehr, ein gutes Produkt zu haben - es muss auch attraktiv angeboten werden. Was sich Werbefachleute überlegen, wie Verpackungen Konsumenten zum Kauf verführen sollen, das wird thematisiert. Es stellt sich auch die Frage nach Entwicklungsmöglichkeiten, neuen Erkenntnissen und der Umsetzbarkeit von neuen Ideen.

Kapitel 10: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
Designer tüfteln in allen Branchen an auffälligen Kreationen. Kleider oder Autos sind längst nicht nur Grund- und Wahlbedürfnis, sondern ein wichtiges Element der Selbstverwirklichung und -bestätigung. Künstlerische Ansprüche, kreative Vielfalt beleben das Verpackungsgeschäft. Wenn Funktion und Material identisch sind, bleibt für die Ausgestaltung noch genügend Spielraum, das Produkt ins Rampenlicht zu rücken. Und wenn ein Reichstag oder andere Gebäude oder Bäume verpackt werden müssen, dann zieht das Künstler-Ehepaar Christo/Jeanne Claude mit ihren Verhüllungsaktionen grosse Zuschauerscharen an.

Kapitel 11: Nachhaltigkeit 
Studien belegen, dass im europäischen Durchschnitt bis zu 40% der hergestellten Lebensmittel im Abfall enden. Im weltweiten Vergleich ist diese Zahl noch deutlich höher. Dies, weil in weniger entwickelten Länder oft schützende Verpackungen fehlen und Lebensmittel somit viel zu schnell verderben und dadurch auch die Umwelt belasten. Schaut man in einen Schweizer Abfallsack ist der Anteil der entsorgten Verpackungen relativ gering. Es liegt auf der Hand, dass somit die Verpackung ein immer wichtigerer Faktor zur Schonung von Ressourcen wird. Aber auch die Verpackungsindustrie ist gefordert: sie soll mit immer weniger Materialeinsatz bestmögliche Verpackungen zum Schutz von Produkt, Mensch und Umwelt entwickeln und dabei die natürlichen Ressourcen schonen. Der Einsatz von optimalen Packstoffen, wie nachwachsenden Kunststoffe, wiederverwendbare Materialien, oder ökologische Stoffe, die oft in Verbindungen mit anderen Materialien verwendet werden, dienen dazu, dass die auf unserem Planet vorhandenen, aber beschränkten Rohstoffe schonend und in Bezug auf das zu verpackende Produkt bestmöglich eingesetzt werden.