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06.07.2018: Studie zu Unverpackt-L├Ąden

06.07.2018 10:28:12
Rund die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat schon von Unverpackt-Geschäften gehört, in denen die Produkte ohne (Einweg-) Verpackungen verkauft werden. Fast 40 Prozent kennen das Konzept nicht. Das teilt der Informationsdienst EUWID Verpackung in seiner Ausgabe 24.2018 mit. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research kam bei einer Online-Befragung von 1.101 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren zu diesem Ergebnis. Diejenigen, die sich mit diesem Prinzip befasst haben, stimmen zu 41% dieser Idee voll zu, weitere 25 Prozent "stimmen eher zu".

Die Studie zeigt aber auch, dass trotz des hohen Zuspruchs nur jeder Zweite bereit wäre, für biologisch abbaubare Verpackungen mehr zu bezahlen. 30% dieser Gruppe würden 1 bis 5 Cent mehr bezahlen, 40% würden 6 bis 10 Cent mehr bezahlen, so die Untersuchung. Produkte, bei denen sich die Verbraucher gut vorstellen können, die Verpackung selbst mitzubringen, sind Obst, Gemüse und Nüsse sowie Reis und Nudeln. Auch Müsli und Käse gehören dazu. Bei Honig und Joghurt können es sich nur wenige vorstellen.

Durch alle Altersgruppen hinweg hat zwar schon die Hälfte einmal von Unverpackung-Läden gehört, der Hauptanteil derer, die dort einkaufen würden, sind Personen zwischen 40 und 49 Jahren. Auch wenn es darum geht, Verpackung allgemein zu vermeiden, macht diese Altersgruppe den grössten Anteil aus. Dagegen schätzen junge Kunden eher das Einkaufserlebnis.

Der Hauptgrund, weshalb das Konzept abgelehnt wird, ist die Sorge um Hygiene. Der Preis oder das Reinigen und Mitbringen von Verpackungen war dagegen kein Hauptargument, dort nicht einzukaufen. Bisher haben erst 8% der Befragten bereits in einem Unverpackt-Laden eingekauft.

Die Ergebnisse sind unter www.splendid-research.com nachzulesen.

(Quelle: EUWID Verpackung)